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Fact or Fiction? #40 - World Series Special

factofiction Marty McFly und Doc Brown reisen bekanntlich im Film Zurück in die Zukunft II in die Jahre 1985 und 2015. Was das Thema Baseball angeht, könnten sich beide denken, dass sich nicht viel verändert hat in den letzten 20 Jahren. Die Royals gewannen nämlich 1985 und die Mets 1986 die World Series.

 Unsere Redakteure bieten euch in der 40. Ausgabe von Fact or Fiction? eine Vorschau auf die diesjährige World Series. Wir nehmen das Starting Pitching, die Lineups, Bullpens und vieles mehr unter die Lupe.

Natürlich gibt auch jeder Redakteur seinen Tipp zum Ausgang der World Series ab.

Die kurze Erklärung für neue Leser: Eine kontroverse Behauptung wird in den Raum gestellt, und anschließend begründet der jeweilige Redakteur, ob diese Behauptung für ihn Fact (wahr) oder Fiction (falsch) ist.



1. Fact or Fiction: Die New York Mets hatten den schwierigeren Weg in die World Series als die Kansas City Royals.



Rene: Fact. Die Mets bekamen es in der NLDS und NLCS gegen die Dodgers und Cubs mit zwei Mannschaften zu tun, die im letzten Monat zu den besten der Liga zählten. Darüber hinaus standen für die Dodgers in der kurzen Serie ihre zwei besten Pitcher Kershaw und Greinke gleich vier Mal auf dem Mound, und in Chicago hatte man es mit dem vermutlichen NL-Cy-Young-Gewinner Jake Arrieta zu tun. Dagegen standen die Royals dem Favoriten auf den AL-Cy-Young, Dallas Keuchel, nur einmal gegenüber. Auch wenn die Blue Jays vielleicht ein härterer Gegner als Dodgers oder Cubs waren, in Summe hatte der Vorjahresfinalist die leichtere Aufgabe.

Marcus: Fiction. Eigentlich war der Schwierigkeitsgrad bei beiden Teams recht ähnlich. Beide benötigten fünf Spiele zum Start gegen Teams, die über sehr viel Potenzial und herausragende Pitcher verfügten. Die Dodgers waren zwar Favorit gegen New York, doch auch die Astros hatten viel Schwung und Euphorie nach den langen zehn Jahren seit der letzten Teilnahme am Fall Classic. Und in der LCS trafen beide auf Teams, die sehr viel Gewicht auf Home Runs legen. Den Mets gelang es effektiv, die Power der Cubs nicht zur Entfaltung kommen zu lassen, während die Royals sich schwer taten mit den Blue Jays. Im Endeffekt hatten die Royals daher sogar mehr Mühe.

Basti: Fiction. Die Royals standen in Spiel 4 in der ALDS in Houston schon vor dem Aus, doch sicherte man sich das Ticket für Spiel 5 zu Hause im Kaufman Stadium dank sieben späten Runs. Spiel 5 ging dann relativ deutlich an die Royals. In der ALCS gegen die Blue Jays gelangen die wichtigen Siege in den ersten beiden Spielen und man entschied die Serie in Spiel 4, als man R.A. Dickey sehr früh einige Runs einschenkte. Die Mets standen in der NLDS gegen die Dodgers nicht mit dem Rücken zur Wand, allerdings muss man anfügen, dass sie das entscheidende fünfte Spiel im Dodgers Stadium gewinnen mussten. In der NLCS gewann man per Sweep gegen die Cubs, hier setzte man sich dank des dominanten Pitching Staffs auch in diese Höhe völlig verdient durch.

Michel: Fiction. Die Dodgers hatten zwar zwei super starke Starter mit Kershaw und Greinke als Gegner und die Cubs viel Offensive-Power. Die Royal trafen aber auf die Astros, die letztlich nur aufgrund ihres schwachen Bullpens nicht weiter kamen, ähnlich wie die Blue Jays. Aber beide haben den Royal sehr viel abverlangt, während den Cubs gegen die Mets die Luft rasch ausging.



2. Fact or Fiction: Die Kansas City Royals haben die insgesamt (offensiv und defensiv) deutlich bessere Lineup.



Rene: Fiction. In der ersten Saisonhälfte waren die Mets noch eines der offensiv schwächsten Teams der Liga. Vor allem dank der Mithilfe von Neuzugang Yoenis Cespedes steigerte sich die Mets-Offensive ab Sommer enorm und war eine der besten der Major League. Im Vergleich zu den Royals haben die New Yorker sicherlich mehr Power, während für die Royals spricht, dass sie nicht so oft per Strikeout ausscheiden. Insgesamt hat man schon oft und dieses Jahr am Beispiel von Daniel Murphy gesehen, dass Saisonstatistiken nicht immer eins zu eins auf die Playoffs umgelegt werden können. In der Defensive sehe ich - auch wenn die Mets über keine schlechte Defensive verfügen - dagegen die Royals vorne, insbesondere aufgrund der guten Outfielder und Defensivjoker Zobrist, der auf fast allen Positionen einsetzbar ist. Insgesamt ergibt sich wenn überhaupt nur ein kleiner Vorteil für die Royals bei den Feldspieler, von einem deutlichen besseren Lineup kann man da in meinen Augen nicht sprechen.

Marcus: Fiction. Ich störe mich am Adjektiv "deutlich". Stellt man beide Teams gegenüber, gibt es eigentlich nur Nuancen, die den Unterscheid machen. Insgesamt würde ich die Royals hier besser sehen, aber da geht es um kleinere Aspekte. Im Outfield etwa ist Michael Conforto bisher ein Totalausfall, den es bei KC eher nicht gibt. Und im Infield sehe ich die Teams sogar auf Augenhöhe. Nicht identisch, weil sie andere Philosophien verfolgen - die Royals haben eine aggressive Art beim Hitting und beim Base-Running, die Mets sind eher geduldig und haben mehr Power - aber durch die Bank produzieren beide auf ihre Weise konstant. Und der Unterschied zwischen Travis d'Arnaud und Salvador Perez ist derzeit auch nicht ganz so groß, da sich der Youngster gemacht hat.

Basti: Fact. Die verschiedenen Regeln in der American League und National League geben hier den Ausschlag. Bei den Mets sehe ich durchaus Probleme im unteren Drittel des Lineups, wo man mit Designated Hitter Michael Conforto, Shortstop Wilmer Flores und Outfielder Juan Lagares äußerst defensiv aufgestellt ist und hier offensiv einiges an Schlagstärke liegen lässt. Auf der anderen Seite muss man den Royals attestieren, dass sie bei den Spielen im Citi Field ein handfestes Problem haben werden, zumal ihr Designated Hitter Kendrys Morales in einem Stadion der National League nur von der Bank aus einsetzbar ist. Zusammenfassend stelle ich fest, dass die Defense der Royals als klar besser einzustufen ist und das Lineup bietet mehr Schlagstärke als jenes der Mets.

Michel: Fact. Die Offensive der Royals gibt kein At-bat her und jeder kann etwas offensiv bewirken. In der Defensive sind sie nun seit zwei Jahren das absolut beste Team. Die Mets haben in beiden Bereichen Nachteile.



3. Fact or Fiction: Das bärenstarke Bullpen der Royals macht die Nachteile bei der Starting Rotation gegenüber den Mets wieder wett.



Rene: Fact. Die Starting Pitcher der Royals haben sicherlich das Potential die Mannschaft über die ersten sechs bis sieben Innings im Spiel zu halten - und dann kommen die beinahe unantastbaren Reliever. Es ist meiner Meinung nach auch ein immenser psycholigischer Vorteil, wenn der Gegner vielleicht im Hinterkopf hat, dass er praktisch nur sechs Innings zur Verfügung hat, um zu scoren. bzw einen Rückstand aufzuholen.

Marcus: Fact. In der Tat! Die Mets haben wohl die beste Rotation aller Playoff-Teams und ihre Starter geben dem Team deutlich mehr Länge als das beim Kontrahenten um die Krone der Fall ist. Aber sobald ein Luke Hochevar übernimmt und dann den Staffelstab an Leute wie Kelvin Herrera und schließlich Wade Davis weitergibt, ist Ende für jeden Gegner. Diese Gruppe lässt einfach kaum etwas zu und hat auch dieses Jahr wieder einen sehr dominanten Eindruck hinterlassen. Warum sollte sich das jetzt ändern?

Basti: Fact. Fragt sich nur, ob der Bullpen Führungen zu verwalten hat, oder ob er die Mannschaft in einem knappen Spiel hält. Die Mets haben hinter Closer Jeurys Familia keinen wirklich verlässlichen Setup Pitcher, während die Royals hinter Wade Davis mit Kelvin Herrera und Danny Duffy hervorragend aufgestellt sind, um die Spiele zu verkürzen und so frühe Auswechslungen der Starting Pitcher zu kompensieren.

Michel: Fiction. Denn aufgrund der schieren Stärke der Mets-Rotation können die Royals auch häufig mit einigen wenigen Runs in Rückstand sein. Und da sie eher aggressiv schwingen, können die Mets-Starter möglicherweise lange im Spiel bleiben. Der klar bessere Bullpen kann dann ein Spiel eng halten, aber man will nicht immer einem Rückstand nachrennen. 



4. Fact or Fiction: Jacob DeGrom wird auch in der World Series unbesiegt bleiben.



Rene: Fiction. Jacob DeGrom wird das zweite Spiel gegen Johnny Cueto pitchen - in Kansas City. Vor Heimpublikum hat Cueto einen wesentlich niedrigeren ERA, konnte dort auch mit einer Glanzleistung das entscheidende Spiel fünf der ALDS gewinnen. Dazu können die Royals im eigenen Ballpark den Designated Hitter Kendrys Morales einsetzen. Ich denke auch, dass der aggressive Ansatz der Royals DeGrom zu schaffen machen könnte.

Marcus: Fiction. Das Witzige im Baseball ist ja, dass ein Team verlieren kann, ohne dass der Starter "verliert". Also selbst wenn er dominiert, kann es immer noch der Bullpen versauen. Doch abgesehen von dieser Möglichkeit sind die Royals genau der Gegner, der es mit deGrom und den anderen Power-Armen der Amazin's aufnehmen kann. Kansas City hat in dieser Saison gegen Pitches, die eine Minimalgeschwindigkeit von 95 Meilen pro Stunde aufwiesen, einen Schlagdurchschnitt von .284, was ziemlich gut ist. Zudem hat KC als Team die wenigsten Strikeouts in den Majors trotz der so aggressiven Art vieler Hitter. Genau diese Herangehensweise könnte auch für deGrom und Co. zum Verhängnis werden.

Basti: Fact. DeGrom ist in meinen Augen ein absoluter MVP-Kandidat.

Michel: Fact. Wenn die Mets ein Spiel mit ihm als Starter verlieren, dann wohl nur, weil es der Bullpen nicht über die Runden bringt.



5. Fact or Fiction: Daniel Murphy wird in der World Series höchstens einen Home Run schlagen und kein großer Faktor sein wie noch zuletzt in der NLCS.



Rene: Fact. Daniel Murphy war in NLDS und NLCS unglaublich gut in Form - jetzt hatte er aber fast eine Woche Pause. Ich denke doch, dass das ein Faktor sein könnte, der ihn wieder auf sein normales Niveau bringen könnte.

Marcus: Fiction. Daniel Murphy ist heiß. Er hat sieben Home Runs in dieser Postseason und damit nur noch einen weniger als die Rekordhalter Bonds, Beltran und Cruz. Die Cubs verfügen über sehr gutes Pitching, konnten seine Power aber nicht eindämmen, gleiches galt für die Dodgers zuvor. Insofern gibt es keinen Grund, warum der Second Baseman nun aufhöhren sollte, den Ball aus dem Stadion zu prügeln. Er wird auch gegen KC ein Faktor sein.

Basti: Fact. Es wird verdammt schwer für Murphy seine Pace aus der NLCS gegen die Cubs zu halten. Seine Statistiken gegen Edinson Volquez für Spiel 1 sprechen klar für ihn (6 von 15, ein Double, zwei RBIs), sodass Murphy sein Team offensiv zum Sieg führen könnte. Ansonsten hat Murphy gegen Cueto keine guten Statistiken und ist gegen Ventura und Young noch nie an die Platte getreten, was ich als klaren Nachteil für ihn sehe. Offensiv sehe ich in Lucas Duda das Herzstück der Mets Offense in dieser World Series.

Michel: Fiction. Zwar ist die lange Pause vor der World Series sicher nicht förderlich, seinen Schwung zu halten, aber ich traue ihm doch mehr zu als nur einen Home Run.



6. Fact or Fiction: Die New York Mets werden die World Series gewinnen.



Rene: Fiction. Seit den Altlanta Braves 1995 hat kein Team, das die NLCS oder ALCS mit 4-0 gewonnen hat, die World Series mehr gewonnen. Viele dieser Teams taten sich enorm schwer, nach einer doch vergleichsweise langen Pause wieder auf Touren zu kommen. Das könnte in meinen Augen doch ein Faktor sein, der den Royals entgegenkommen könnte. Insgesamt erwarte ich mir aber eine sehr knappe Serie zweier Teams auf Augenhöhe, wo einzelne Momente oder die Leistungsexplosion einzelner Spieler den Unterschied ausmachen werden - Royals in sechs Spielen.

Marcus: Fiction. Die Mets spielen eine großartige Saison und beeindruckende Playoffs. Aber es ging gerade in der NLCS zu glatt. Sie hatten jetzt eine längere Pause und das könnte den Rhythmus stören. Zudem ist es für diese Mannschaft die erste World Series, was Nervosität hervorrufen könnte. Die Royals hingegen standen letztes Jahr schon ganz kurz vorm Triumph und haben die nötige Erfahrung, dieses Jahr den finalen Schritt zu gehen. Zudem sind sie im Rhythmus und werden wohl die Spannung aus der ALCS mit in den Fall Classic rüber retten. Zudem sind sie mit ihrer Art gegen Power Pitcher effektiv. Daher gewinnen die Royals und zwar in sechs Spielen.

Basti: Fact. Die Mets gewinnen die Serie mit 4-1, werden beide Auftaktspiele in Kansas City gewinnen und die Serie im Citi Field zu Ende bringen.

Michel: Fact. Nach 6 Spielen ist Feierabend und die Mets Sieger. Insbesondere die Starter werden sie weit tragen. Es werden spannende, enge Spiele sein mit dem besseren Ende für die Metropolitans.

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