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Baseball Now: Rückblick auf die erste Saisonhälfte

Die ersten Saisonhälfte findet mit der All-Star-Pause ihren krönenden Abschluss. Bisher war die Saison 2016 von Home Runs geprägt: Mit 1,2 pro Spiel ist die Home Run-Quote so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr.

Doch wer waren die Überraschungen, wer die Enttäuschungen der bisherigen Spielzeit? Ein Blick zurück auf die ersten gut drei Monate der MLB-Saison 2016.

Die Cubs dominierten die MLB in den ersten zwei Monaten wie kaum ein anderes Team in den letzten Jahren: Am 4.Juni hatten sie eine 39-15-Bilanz und damit eine Siegqoute von 72,2%. Kein anderes Team hatte zu dem Zeitpunkt mehr als 60% der Spiele gewonnen. Zwar spielten die Cubs seitdem eher mittelmäßig, doch Kris Bryant und Anthony Rizzo sind weiterhin in den Top 5 bei  Home Runs und RBI in der National League. Bryant hatte zudem im Juni ein Rekordspiel, als er als erster Spieler seit mindestens 1913 in einem Spiel drei Home Runs und zwei Doubles erzielte.

Nicht viele trauten Daniel Murphy zu, an seine starken Leistungen der letztjährigen Playoffs (sieben Home Runs, NLCS-MVP) anzuknüpfen. In der Tat knüpfte Murphy nicht daran an - er überbot diese gradezu! Der Second Baseman der Nationals führt die gesamte MLB mit einem .348-Schlagdurchschnitt an und hat bereits jetzt einen neuen Karrierebestwert mit 17 Saison-Home Runs aufgestellt. Vor allem die Mets, wo Murphy sieben Jahre lang spielte, bekamen dies zu spüren: 7 der 17 Home Runs schlug Murphy gegen das Team aus New York. Keinen Home Run wird Murphy in dieser Saison mehr gegen Mets-Pitcher Matt Harvey (Foto von Arturo Pardavila III, CC) schlagen - der Rechtshänder wird mit Schulterproblemen den Rest der Spielzeit ausfallen.

Die größten Neuverpflichtungen in der Winterpause machten wohl die Diamondbacks, doch dennoch steht das Team aus Arizona nach der ersten Saisonhälfte  auf dem letzten Platz der NL-West. Der Trade für Shelby Miller wurde bereits zuvor wegen der vielen Talente, die Arizona abgab, kritisiert - nun war der Rechtshänder auch noch einer der schlechtesten Pitcher der ersten Saisonhälfte (7.14 ERA)! Immerhin stellen die Diamondbacks den Spieler mit der höchsten Slugging Percentage in der National League: Jake Lamb ist mit 20 Home Runs bei .291/.371/.612 eine der Überraschungen dieser Saison.

Das beste der Team der American League sind nach der ersten Saisonhälfte die Rangers (54-36). In Texas erreichte man dies, obwohl Yu Darvish nur drei Starts machte und Prince Fielder bisher eine völlig verkorkste Saison spielt (.216/.296/.343). Dafür hat Ian Desmond erst eine neue Position gefunden - der ehemalige Shortstop spielt nun im Center Field - und dann eine erste Saisonhälfte mit 15 Home Runs und 15 Steals hingelegt. Er schlägt dazu noch .322/.375/.524 und macht im Center Fielder eine deutlich bessere Figur als zu seinen fehleranfälligen Shortstop-Zeiten.

Die Red Sox spielen trotz einer durchwachsener Starting Rotation um die Playoffteilnahme mit. Großen Anteil hat daran David Ortiz (Foto von Keith Allison, CC), der seine Karriere voraussichtlich am Saisonende beenden wird. Der Designated Hitter zeigt als Zweiter in der American League in Schlagdurchschnitt (.332) und RBI (72) allerdings keine Anzeichen, aufhören zu müssen. Generell war Boston's Offensive mit 490 Runs in 87 Spielen die mit Abstand erfolgreichste der ganzen MLB. Unter Boston's Starting Pitcher ist mit Steven Wright auch eine der größten Überraschungen der ersten Monate zu finden: Der Knuckleballer hat derzeit einen 2.68 ERA und führt damit die American League an.

Mit 137 Home Runs in 87 Spielen erzielten die Orioles die meisten Home Runs der ersten Saisonhälfte. Mark Trumbo führt die MLB mit 28 Home Runs an, wobei das Power-Lineup in Baltimore durch Chris Davis (22), Manny Machado (19) und Adam Jones (17) komplettiert wird. Ebenfalls stark präsentierte sich Closer Zach Britton mit einem 0.72 ERA und dem American League-Bestwert von 27 Saves.

Auch bei den Blue Jays sind trotz des derzeit verletzten Jose Bautista zwei der erfolgreichsten MLB-Slugger zu finden: Sowohl Edwin Encarnacion als auch Josh Donaldson erzielten in der ersten Saisonhälfte jeweils 23 Home Runs, wobei Encarnacion die gesamte MLB mit 80 RBI deutlich anführt. Zudem gehören Marco Estrada (2.93 ERA) und Aaron Sanchez (2.97 ERA) zu den vier AL-Starting Pitchern mit einem ERA unter 3.00.

Nach einem schwachem 17-28-Saisonstart standen die Astros am 22.Mai im Keller der American League West. Zur All-Star-Pause stehen sie jedoch bei 48-41 und liegen nur zwei Spiele im AL-Wild-Card-Rennen zurück. Zwar kann der letztjährige AL-Cy-Young-Sieger Dallas Keuchel an die vergangene Saison nicht anknüpfen (4.80 ERA), dafür spielt Jose Altuve (Foto von Arturo Pardavila III, CC) groß auf und würde wohl derzeit die AL-MVP-Wertung anführen. Der Second Baseman weist nicht nur 14 Home Runs und 23 Stolen Bases auf, sondern schlägt dabe auch noch starke .341/.413/.542.

Die beste Bilanz aller Teams nach den ersten drei Monaten weisen nach einem starken Lauf die Giants (57-33) auf. Grundlage des Erfolgs ist wie so oft in San Francisco das Starting Pitching: Madison Bumgarner und Johnny Cueto haben nach Clayton Kershaw den besten ERA der MLB. Vor einigen Jahren gehörte auch Tim Lincecum zu den Eckpfeilern der Giants-Rotation - in der Saison 2016 läuft sein Comeback bei den Angels jedoch alles andere als rund (6.85 ERA). Generell gehört das Team aus Los Angeles trotz einer weiteren MVP-artigen Saison von Mike Trout (.322/.425/.567) zu den Enttäuschungen dieser Spielzeit. Die Indians hingegen führen die AL Central überraschend klar an - dank ihrer Starting Rotation in welcher der Cy-Young-Sieger von 2014, Corey Kluber, mit einem guten 3.61 ERA den höchsten ERA aller fünf Starter aufweist!

Derzeit würde das Wild-Card-Spiel in der American League zwischen den Red Sox und Blue Jays stattfinden, in der National League zwischen den Dodgers und den Marlins oder Mets (beide weisen die gleiche Bilanz auf). Die Divisionssieger wären zur Zeit die Orioles, Indians, Rangers, Nationals, Cubs und Giants.

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